Karlsruhe Multiple

Kunst für den Artenschutz

Karlsruhe Mulitple 2026: Hyazinthara “Arara Azul”

Das Kunstprojekt der Vollack Gruppe mit dem Zoo Karlsruhe und der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe stellte 2026 zum siebten Mal eine bedrohte Tierart in den Fokus: den Hyazinthara, den größten flugfähigen Papagei.

Blaues Gefieder, kraftvolle Krallen, bedrohte Existenz: Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gilt der Hyazinthara als gefährdet. Hauptursachen für den Rückgang des Bestands sind die fortschreitende Zerstörung des Lebensraums durch Abholzung und illegaler Fang. Weniger als 5.000 Hyazintharas leben noch in den Regenwäldern Südamerikas. Um den Erhalt dieser beeindruckend schönen Vögel zu unterstützen, feierte bei der internationalen Kunstmesse art KARLSRUHE vom 5. bis 8. Februar 2026 die Keramikfigur „Arara Azul“ Premiere.

Die Projektpartner haben sich aus mehreren Gründen für den irisierend blauen Ara entschieden: Zoodirektor Professor Matthias Reinschmidt, gilt als einer der renommiertesten Papageienexperten. Seine besondere Erfahrung besteht in der Aufzucht von Papageien, die nicht von den Elterntieren versorgt werden. Und so wächst im Zoo Karlsruhe ein Jungtier auf, das zum Jahresbeginn in eine neue große Voliere ziehen wird. Zudem unterstützt die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe aktiv den Arterhalt im südamerikanischen Pantanal, einem für die Aras bedeutenden Lebensraum.

Die Initiative Karlsruhe Multiple widmet der bedrohten Tierart eine auf 100 Exemplare limitierte, signierte Edition aus der Hand der Bildhauerin Irmela Maier. Ihr Entwurf war auf der art KARLSRUHE 2026 erstmals zu sehen. Aus dem Verkauf wird Vollack erneut 100 Euro pro Exemplar an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe spenden. Die Initiative wird seit 2018 durchgeführt; die Kunstwerke werden stets bei der Kunstmesse erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die große Resonanz auf die Aktion zeigt: Natur und Kultur können positiv zusammenwirken und damit Mehrwert für Menschen und Tiere im wahrsten Sinn multiplizieren.

Karlsruhe Multiple 2025: Eisbär „Urs“

Eisbären gehören zu den größten Landraubtieren und leben in der Arktis. Das Meereis ist für sie besonders wichtig, weil es ihnen zugleich als Jagdrevier, Paarungsplatz und Aufzuchtort für ihre Jungtiere dient. Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gelten die Tiere als gefährdet. Nur etwa 20.000 bis 25.000 soll es nach Schätzungen noch in freier Wildbahn geben. Fachleute gehen davon aus, dass die Erderwärmung bis 2050 den Bestand um mehr als 30 Prozent reduzieren wird.

Nachdem im November 2024 ein Eisbär im Zoo Karlsruhe geboren worden war, entschieden sich die Projektpartner kurz danach für einen Polarbär als Karlsruhe Multiple 2025., Vollack, Künstlerin Irmela Maier und der Zoo gaben ihm den Namen „Urs“, ein kleiner Ursus sozusagen, die lateinische Bezeichnung für Bär.

Eisbären sind seit Jahren DIE Klimabotschafter der Tierwelt, das Karlsruhe Multiple hat konnte somit eine künstlerische Botschaft für den Arten- und Klimaschutz sein. Das dargestellte spielende Jungtier begeisterte die Menschen und war schnell vergriffen. So konnte eine Spende von 10.000 Euro aus dem Verkauf erwirtschaftet werden.

Am 16. Januar 2026 wurde zudem die große Skulptur von „Urs“ direkt neben der Eisbärenanlage im Tiergarten enthüllt werden – Baden-TV berichtete.

Freuen sich über die gelungene Umsetzung: Künstlerin Irmela Maier und alle Beteiligten von Zoo, Vollack und dem Produktionsbetrieb beim Dreh mit dem SWR

 

 

Karlsruhe Multiple 2024: Netzgiraffe „Sabana“

Mit ihrem langen Hals und ihrer einzigartigen Fellzeichnung gehört die Giraffe wohl zu den eindrucksvollsten Bewohnern Afrikas. Die Netzgiraffen sind akut vom Aussterben bedroht. Hauptgründe sind die illegale Jagd und der Verlust des natürlichen Lebensraums. Deshalb machte das Karlsruhe Multiple „Sabana“ 2024 auf die dringend nötige Unterstützung der Tierart aufmerksam.

Die ausführende Künstlerin Irmela Maier  fertigte eine große Figur, die inzwischen die Afrikasavanne des Zoos schmückt. Außerdem wurde eine auf 100 Stück limitierte Serie kleiner Kunstwerke aufgelegt, aus deren Verkaufserlös im Rahmen der Kunstmesse art KARLSRUHE Vollack eine Spende an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe vorgenommen hat. Die kleinen Giraffen, einzeln bemalt, signiert und nummeriert, waren schon mit ihrer ersten Präsentation alle verkauft worden.

Große Freude nach der Enthüllung der Skulptur im Zoo

Karlsruhe Multiple 2022: Flusspferd „Blue“

Nachdem das Projekt 2021 aufgrund der Pandemie pausieren musste, wurde 2022 Flusspferd „Blue“ umgesetzt. Künstlerin Irmela Maier entwarf eine Keramik in leuchtenden Blautönen; die sich größter Begeisterung erfreute. Bereits wenige Stunden nach der Präsentation war die komplette Edition von 100 Exemplaren vergeben. Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter der Vollack Gruppe: „Wir freuen uns, dass so viele Menschen mitgemacht und sich ein Kunstwerk nach Hause geholt haben.“

Für den Zoo entstand eine XXL-Version des Flusspferds. Professor Dr. Matthias Reinschmidt, Direktor des Karlsruher Zoos, freute sich: „Die Skulptur steht bei unserer Dickhäuteranlage und ist eine weitere Attraktion für unsere Besucher. Mit der Spende aus dem Verkauf der Multiples können wir wichtige Artenschutzprojekte unterstützen und damit bedrohte Tiere retten.“

Zoodirektor Professor Dr. Matthias Reinschmidt, Bürgermeister Dr. Albert Käuflein und Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack enthüllen „Blue“ im Zoo. Das Flusspferd begeistert Besucher und Mitarbeitende an der Dickhäuteranlage (v.l.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Arbeit von Irmela Maier war im Wettbewerb von einer Jury unter Mitwirkung von Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, und Ewald Karl Schrade, ehemaliger Kurator der art KARLSRUHE, ausgewählt worden. Die Künstlerin hatte mit einer naturalistisch wirkenden Flusspferdfigur überzeugt. Die türkis­blaue Glasur repräsentiert das Wasser als wichtigen Lebensraum der Dickhäuter und gibt dem Werk seinen Namen: „Blue“. Gleichzeitig erinnert sie an die türkisblau glasierten Nilpferdkeramiken im alten Ägypten, die als Grabbeigabe dienten.

Karlsruhe Multiple 2020: Humboldt-Pinguin „Change!“

Die menschengroße Keramikskulptur „Change!“ von Künstler Klaus Gutowski , heute Museumsleiter und geschäftsführender Vorstand der Stiftung KERAMION in Frechen war 2020 übergeben worden.

V.l. Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack Gruppe, Professor Dr. Matthias Reinschmidt, Zoodirektor, Dr. Albert Käuflein, Kulturbürgermeister Karlsruhe, mit Künstler Klaus Gutowski

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Pinguin-Skulptur ist eine beliebte Anlaufstelle im Zoo, direkt neben den lebenden Vorbildern im Bereich „Lebensraum Wasser“. „Er erzählt seine Geschichte“, so Klaus Gutowski. „Wir erkennen überfischte Ozeane, denen es an Sauerstoff fehlt, und mit Guano gedüngte Blüten zum Schaden der Bruthöhlen.“

Karlsruhe Multiple 2019: “Katzenbär”

Der „Katzenbär“ von Bildhauer Daniel Wagenblast macht auf die bedrohte Art des Roten Panda aufmerksam. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Roten Panda oder Katzenbär als „stark gefährdet“ ein. Den Weltbestand schätzt der World Wide Fund For Nature (WWF) auf weniger als 10.000 Tiere. Die Reduzierung seines Lebensraumes, eine geringe Zahl an Nachkommen und Wilderei gefährden den Fortbestand des kleinen Raubtiers. Zoologe Frederic Cuvier, der den Roten Panda 1825 als erster beschrieb, nannte ihn das „schönste Säugetier auf Erden“.

Kunst für den Zoo, Spende für den Artenschutz, Schmankerl für die Tiere: Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack, Dr. Dieter Kistner, bis 2019 Geschäftsführer Majolika Manufaktur, Künstler Daniel Wagenblast und die Vorstände der Artenschutzstiftung, Professor Dr. Matthias Reinschmidt, Zoodirektor, und Dr. Clemens Becker, Kurator für Artenschutz (v.l.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Karlsruhe Multiple 2018: „Ich bin ein Elefant“

2018, mit dem Start des Kulturprojekts, entstand das Karlsruhe Multiple „Ich bin ein Elefant“ der Bildhauerin Anna Dorothea Klug . Es wurde in limitierter Auflage bei der art KARLSRUHE vorgestellt und war in kürzester Zeit vergriffen.  Aus dem Verkauf der Multiples konnten 10.000 Euro als Spende an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe fließen.