Karlsruhe Multiple

Kunst für den Artenschutz

Das Kunstprojekt Karlsruhe Multiple wurde von der Vollack Gruppe 2018 initiiert und mit dem Zoo sowie der Majolika Manufaktur 2022 fortgeführt und zum vierten Mal umgesetzt. Es zeigt, wie positiv Natur und Kultur zusammenwirken können und damit Mehrwert für Menschen und Tiere im wahrsten Sinn multipliziert wird. Mit dem Projekt bekommen Tiere eine Stimme, deren Art vom Aussterben bedroht ist.

2022: Neues Karlsruhe Multiple „Blue“

Nachdem das Projekt im vergangen Jahr aufgrund der Pandemie pausieren musste, ist das Karlsruhe Multiple 2022 mit großem Erfolg zurück. Die diesjährige Figur eines Flusspferds, die von Künstlerin Irmela Maier  umgesetzt und auf der art KARLSRUHE (7. bis 10. Juli 2022) erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden ist, erfreute sich größter Begeisterung. Bereits mit dem Messestart war die komplette Edition von 100 Exemplaren vergeben. Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter der Vollack Gruppe: „Wir freuen uns, dass so viele Menschen mitgemacht und sich ein Kunstwerk nach Hause geholt haben.“ Die 30 Zentimeter großen Multiples wurden von Künstlerin Irmela Maier in der Majolika Manufaktur gefertigt, einzeln bemalt, signiert und nummeriert. Von jedem verkauften Exemplar gingen 100 Euro an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe, insgesamt eine Spende von 10.000 Euro.

Zusätzlich zu den Multiples hat Irmela Maier eine XXL-Version des Flusspferds geschaf­fen. Sie war ebenfalls auf der Kunstmesse zu bewundern und wurde im Juli an den Zoo Karlsruhe übergeben. Dr. Matthias Reinschmidt, Direktor des Karlsruher Zoos, freut sich: „Die Skulptur steht bei unserer Dickhäuteranlage und ist eine weitere Attraktion für unsere Besucher. Mit der Spende aus dem Verkauf der Multiples können wir wichtige Artenschutzprojekte unterstützen und damit bedrohte Tiere retten.“ Kommunikationsleiterin Regina Reiter, die das Kunstprojekt bei Vollack verantwortet, betont das Engagement aller Beteiligten: „Das ‚Karlsruhe Multiple‘ ist für uns eine Herzensangelegenheit. Dass auch 2022 die gesamte Edition schon zu Messebeginn verkauft wurde, ist eine schöne Bestätigung, dass wir mit dem Karlsruhe Multiple alle gemeinsam Gutes tun können.“

 

Flusspferde, auch als Nilpferde bekannt, sind vom Aussterben bedroht. Neben dem Verlust ihrer natürlichen Lebensräume gilt die Jagd als Hauptgefahr für die Dickhäuter. Flusspferde werden wegen ihres Fleisches verfolgt, ihre Zähne werden als Ersatz für Elefanten-Elfenbein gehandelt. Das neueste „Karlsruhe Multiple“ mit dem Namen „Blue“ macht auf die zunehmende Bedrohung der Tiere aufmerksam.

Die Arbeit von Irmela Maier war bei einem Wettbewerb, den die Kooperationspartner ausgerufen hatten, von einer Jury unter Mitwirkung von Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, und Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE, ausgewählt worden. Die Künstlerin hatte mit einer naturalistisch wirkenden Flusspferdfigur überzeugt. Die türkis­blaue Glasur repräsentiert das Wasser als wichtigen Lebensraum der Dickhäuter und gibt dem Multiple seinen Namen: „Blue“. Gleichzeitig erinnert sie an die türkisblau glasierten Nilpferdkeramiken im alten Ägypten, die als Grabbeigabe dienten: „Flusspferde waren am Nil Sinnbild für Stärke und Gefahr. Heute brauchen sie unseren Schutz“, betont Irmela Maier. Klaus Gutowski, Geschäftsführer der Majolika Manufaktur: „Mit der inspirierenden künstlerischen Interpretation von Irmela Maier hat das ‚Karlsruhe Multiple‘ neue Impulse bekommen. Wir freuen uns, eine solch talen­tierte und renommierte Künstlerin für unser Projekt gewonnen zu haben.“

Karlsruhe Multiple 2020: Humboldt-Pinguin „Change!“

Die menschengroße Keramikskulptur „Change!“ von Künstler Klaus Gutowski , heute Geschäftsführer der Majolika-Manufaktur war 2020 übergeben worden.

V.l. Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack Gruppe, Dr. Matthias Reinschmidt, Zoodirektor, Dr. Albert Käuflein, Kulturbürgermeister Karlsruhe, Klaus Gutowski, Künstler und Geschäftsführer Majolika Manufaktur

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Vollack Kooperationsprojekt mit dem Zoo Karlsruhe und der Majolika Manufaktur  bereichert den Zoo um eine Pinguin-Skulptur, direkt neben den lebenden Vorbildern im Bereich „Lebensraum Wasser“, und erbrachte 10.000 Euro für die Artenschutzstiftung.

Bei der Skulpturenenthüllung freuten sich alle im Kooperationsteam. Der Pinguin wird als Kunst im öffentlichen Raum und Artenschutz-Botschafter auf vielen Erinnerungsfotos der Besucher sein. „Er erzählt seine Geschichte“, so Klaus Gutowski. „Wir erkennen überfischte Ozeane, denen es an Sauerstoff fehlt, und mit Guano gedüngte Blüten zum Schaden der Bruthöhlen.“ Seit 2018 hat es sich das Kunstprojekt zum Ziel gesetzt, Kultur und Natur zu verbinden und für Menschen und Tiere nachhaltig Sinn zu stiften.

Karlsruhe Multiple 2019: “Katzenbär”

Der „Katzenbär“ von Bildhauer Daniel Wagenblast macht auf die bedrohte Art des Roten Panda aufmerksam. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Roten Panda oder Katzenbär als „stark gefährdet“ ein. Den Weltbestand schätzt der World Wide Fund For Nature (WWF) auf weniger als 10.000 Tiere. Die Reduzierung seines Lebensraumes, eine geringe Zahl an Nachkommen und Wilderei gefährden den Fortbestand des kleinen Raubtiers. Zoologe Frederic Cuvier, der den Roten Panda 1825 als erster beschrieb, nannte ihn das „schönste Säugetier auf Erden“.

Neue Kunst für den Zoo, Spende für den Artenschutz, Schmankerl für die Tiere: Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack, Dr. Dieter Kistner, Geschäftsführer Majolika Manufaktur, Künstler Daniel Wagenblast und die Vorstände der Artenschutzstiftung Dr. Matthias Reinschmidt, Zoodirektor, und Dr. Clemens Becker, Kurator für Artenschutz (v.l.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Karlsruhe Multiple 2018: „Ich bin ein Elefant“

2018, mit dem Start des Kulturprojekts, war aus der Kooperation der Vollack Gruppe mit dem Zoo und der Majolika Manufaktur das Karlsruhe Multiple „Ich bin ein Elefant“ der Bildhauerin Anna Dorothea Klug entstanden. Es wurde in limitierter Auflage bei der art KARLSRUHE vorgestellt und war in kürzester Zeit vergriffen.  Aus dem Verkauf der Multiples konnten 10.000 Euro als Spende an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe fließen.