Karlsruhe Multiple

Kunst für den Artenschutz

Das Kunstprojekt Karlsruhe Multiple wurde von der Vollack Gruppe 2018 initiiert und mit dem Zoo sowie der Majolika Manufaktur nun bereits im dritten Jahr in die Tat umgesetzt. Es zeigt, wie positiv Natur und Kultur zusammenwirken können und damit im wahrsten Sinn Mehrwert für Menschen und Tiere multipliziert wird.

V.l. Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack Gruppe, Dr. Matthias Reinschmidt, Zoodirektor, Dr. Albert Käuflein, Kulturbürgermeister Karlsruhe, Klaus Gutowski, Künstler und Geschäftsführer Majolika Manufaktur

 

 

 

 

 

 

 

 

Karlsruhe Multiple 2020: Humboldt-Pinguin „Change!“

Die menschengroße Keramikskulptur „Change!“ von Künstler Klaus Gutowski sollte am Weltpinguintag im April enthüllt werden. Doch der Zoo musste aufgrund der Corona-Pandemie schließen. Jetzt konnte die Figur übergeben werden. „Als Initiator des Projekts sehen wir die Skulptur gerade in dieser schwierigen Zeit als ein positives Zeichen für Nachhaltigkeit im Einklang von Kultur und Natur“, sagt Reinhard Blaurock. „Wir freuen uns über die Spende für den Artenschutz“, so Dr. Matthias Reinschmidt, „und dass der Zoo für die Besucher um eine weitere Kunst-Attraktion reicher geworden ist.“

Das Vollack Kooperationsprojekt mit dem Zoo Karlsruhe und der Majolika Manufaktur war auch 2020 wieder überaus erfolgreich: Alle 100 kleinen Versionen des Humboldt-Pinguins sind verkauft worden und aus jedem verkauften Exemplar sind 100 Euro in die Spende geflossen: 10.000 Euro für die Artenschutzstiftung.

Bei der Skulpturenenthüllung in Anwesenheit von Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein, Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und Klaus Gutowski, inzwischen Geschäftsführer der Majolika Manufaktur, freuten sich alle im Kooperationsteam. Der Pinguin wird als Kunst im öffentlichen Raum und Artenschutz-Botschafter auf vielen Erinnerungsfotos der Besucher sein. „Er erzählt seine Geschichte“, so Klaus Gutowski. „Wir erkennen überfischte Ozeane, denen es an Sauerstoff fehlt, und mit Guano gedüngte Blüten zum Schaden der Bruthöhlen.“ Seit 2018 hat es sich das Kunstprojekt zum Ziel gesetzt, Kultur und Natur zu verbinden und für Menschen und Tiere nachhaltig Sinn zu stiften.

Auflage des Karlsruhe Multiple 2020 komplett vergriffen

Das Pinguin-Team – v.o. im Uhrzeigersinn.: Reinhard Blaurock, Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, Dr. Dieter Kistner, Zooarchitektin Eva Kaltenbach, Martina Kistner-Bayne, Künstlerische Leiterin Majolika, Regina Reiter und Klaus Gutowski.
Foto: KMK/Jürgen Rösner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die komplette limitierte Serie des kleinen Kunstwerks war schon während der Präsentation bei der art KARLSRUHE komplett vergriffen. 100 Exemplare des Humboldt-Pinguins „Change!“, das Kunstwerk aus der Hand des Künstlers Klaus Gutowski, haben während der art KARLSRUHE ein neues Zuhause gefunden.

Regina Reiter, Kommunikationsleiterin bei Vollack und für das Projekt verantwortlich, freut sich über den erneuten Erfolg: „Gemeinsam Gutes tun, das ist unsere Motivation – ein herzliches Danke an alle Erstkäufer und inzwischen auch Sammler des Karlsruhe Multiple sowie an unsere Kooperationspartner Zoo Karlsruhe und Majolika Manufaktur.“

Mit dem Kauf eines Kunstwerks zugleich etwas aktiv für den Artenschutz zu tun, das trifft, so äußerten sich viele Messebesucher, den Nerv der Zeit. Und das Bewusstsein schärfen, zum Nachdenken anregen – diese Botschaft verkörperte auch der Titel des Tierkunstwerkes 2020: „Change!“

Kunst-Wettbewerb

Die Arbeit von Klaus Gutowski wurde im Rahmen eines Wettbewerbs von einer Jury unter Mitwirkung der Karlsruher Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche und von Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE, ausgewählt.

Making-of

Skulptur und Multiples wurden von Künstler Klaus Gutowski in der Majolika geschaffen.

Klaus Gutowski

 

 

 

 

 

 

Bevor die Skulptur und die Multiples bei der art KARLSRUHE präsentiert werden konnten, waren viele anspruchsvolle Arbeitsschritte nötig. Zum Beispiel wurden die große Skulptur wie auch die Multiples im Brennofen der Majolika Manufaktur gebrannt.

Karlsruhe Multiple 2019: “Katzenbär”

Foto: KMK / Jürgen Rösner

 

 

 

 

 

 

 

Der „Katzenbär“ von Bildhauer Daniel Wagenblast macht auf die bedrohte Art des Roten Panda aufmerksam. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Roten Panda oder Katzenbär als „stark gefährdet“ ein. Den Weltbestand schätzt der World Wide Fund For Nature (WWF) auf weniger als 10.000 Tiere. Die Reduzierung seines Lebensraumes, eine geringe Zahl an Nachkommen und Wilderei gefährden den Fortbestand des kleinen Raubtiers. Zoologe Frederic Cuvier, der den Roten Panda 1825 als erster beschrieb, nannte ihn das „schönste Säugetier auf Erden“.

Große Skulptur für den Zoo

Neue Kunst für den Zoo, Spende für den Artenschutz, Schmankerl für die Tiere: Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack, Dr. Dieter Kistner, Geschäftsführer Majolika Manufaktur, Künstler Daniel Wagenblast und die Vorstände der Artenschutzstiftung Dr. Matthias Reinschmidt, Zoodirektor, und Dr. Clemens Becker, Kurator für Artenschutz (v.l.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzlich zu den Multiples hat Daniel Wagenblast auch eine XXL-Version des „Katzenbär“ geschaffen. Sie war ebenfalls auf der art KARLSRUHE zu bewundern und wurde im April 2019 an den Zoo übergeben, um ihren Platz in der Nähe des Geheges der Roten Pandas zu finden. Dr. Matthias Reinschmidt, Direktor des Karlsruher Zoos: „Mit unserer Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe setzen wir uns dafür ein, dass der Bestand solcher wunderbaren Tiere, die unsere Welt bereichern, nicht noch weiter zurückgeht. Unsere zwei Roten Pandas im Zoo sind Botschafter für ihre wild lebenden Artgenossen.“ Die Spende aus dem Erlös des „Karlsruhe Multiple“ 2019 leistet einen wirksamen Beitrag zum Schutz.

Das Karlsruhe Multiple 2018: „Ich bin ein Elefant“

2018, mit dem Start des Kulturprojekts, war aus der Kooperation der Vollack Gruppe mit dem Zoo und der Majolika Manufaktur das Karlsruhe Multiple „Ich bin ein Elefant“ der Bildhauerin Anna Dorothea Klug entstanden. Es wurde in limitierter Auflage bei der art KARLSRUHE vorgestellt und war in kürzester Zeit vergriffen.  Aus dem Verkauf der Multiples konnten 10.000 Euro als Spende an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe fließen.