Karlsruhe Multiple

Kunst für den Artenschutz

Das Kunstprojekt Karlsruhe Multiple wurde von der Vollack Gruppe 2018 initiiert und mit dem Zoo sowie der Majolika Manufaktur 2022 fortgeführt und zum vierten Mal umgesetzt. Es zeigt, wie positiv Natur und Kultur zusammenwirken können und damit Mehrwert für Menschen und Tiere im wahrsten Sinn multipliziert wird. Mit dem Projekt bekommen Tiere eine Stimme, deren Art vom Aussterben bedroht ist. Das Karlsruhe Multiple 2022 wird das Flusspferd zeigen. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN bezeichnet den Bestand der Tiere als bedroht, denn neben dem Verlust ihrer natürlichen Lebensräume gilt die Jagd als Hauptgefahr für die Populationen. Die Dickhäuter werden wegen ihres Fleisches und ihrer Zähne, die als Ersatz für Elefanten-Elfenbein begehrt sind, verfolgt.

2022 wird es also eine neue Skulptur für den Zoo geben und eine Auflage kleiner Kunstwerke, der Multiples.

„Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern wollen wir möglichst viele Menschen für die Idee begeistern und als Unterstützer gewinnen. Kunstinteressierte und Tierliebhaber können die Multiples ab dem Start der kommenden art KARLSRUHE im nächsten Frühjahr erwerben. Von jedem verkauften Exemplar gehen 100 Euro an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe“, erklärt Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter von Vollack.

Die Künstlerin 2022 ist Irmela Maier

„Mit Irmela Maier haben wir uns für eine renommierte Künstlerin entschieden, die uns mit ihrem Konzept einer ganz besonderen, naturalistisch wirkenden Flusspferdfigur begeistert hat“, erläutert Bürgermeister Dr. Albert Käuflein die Entscheidung der Jury. Das Gremium mit Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE, dem Bürgermeister und Vertretern der Kooperationspartner nahm auch direkt den künftigen Ort des neuen Kunstwerks im Zoo in Augenschein.

V.r.: Am künftigen Skulpturenplatz im Zoo: Ewald Karl Schrade, Vorsitzender der Jury, Vollack Geschäftsführer Reinhard Blaurock, Bürgermeister Dr. Albert Käuflein, Künstlerin Irmela Maier, Vollack Kommunikationsleiterin Regina Reiter, Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, Majolika-Geschäftsführer Klaus Gutowski

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildhauerin Irmela Maier studierte von 1976 bis 1982 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Es folgten Studienaufenthalte an der Académie des Beaux-Arts in Paris und dem Central Saint Martins College of Art and Design in London. Seit 1988 ist sie Mitglied der Ateliergemeinschaft Wilhelmshöhe Ettlingen. In den kommenden Monaten wird sie in der Majolika Manufaktur die Multiples und die Skulptur für den Zoo fertigen. Im Februar 2022 werden die neuen Kunstwerke bei der art KARLSRUHE präsentiert.

Klaus Gutowski, Geschäftsführer der Majolika Manufaktur, und Regina Reiter, bei Vollack für das Projekt verantwortlich, sind aufgrund der bisherigen Begeisterung der Menschen für das Projekt überzeugt: „Bestimmt werden auch die Multiples 2022 wieder die Herzen berühren. Mit Kunst etwas für unsere Umwelt und den Erhalt gefährdeter Tiere zu tun, ist ein Gedanke, der verbindet.“ In den Vorjahren waren die kleinen, wertigen Skulpturen in der Regel bereits während der Messe restlos ausverkauft.

Karlsruhe Multiple 2020: Humboldt-Pinguin „Change!“

Die menschengroße Keramikskulptur „Change!“ von Künstler Klaus Gutowski , heute Geschäftsführer der Majolika-Manufaktur war 2020 übergeben worden.

V.l. Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack Gruppe, Dr. Matthias Reinschmidt, Zoodirektor, Dr. Albert Käuflein, Kulturbürgermeister Karlsruhe, Klaus Gutowski, Künstler und Geschäftsführer Majolika Manufaktur

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Vollack Kooperationsprojekt mit dem Zoo Karlsruhe und der Majolika Manufaktur  bereichert den Zoo um eine Pinguin-Skulptur, direkt neben den lebenden Vorbildern im Bereich „Lebensraum Wasser“, und erbrachte 10.000 Euro für die Artenschutzstiftung.

Bei der Skulpturenenthüllung freuten sich alle im Kooperationsteam. Der Pinguin wird als Kunst im öffentlichen Raum und Artenschutz-Botschafter auf vielen Erinnerungsfotos der Besucher sein. „Er erzählt seine Geschichte“, so Klaus Gutowski. „Wir erkennen überfischte Ozeane, denen es an Sauerstoff fehlt, und mit Guano gedüngte Blüten zum Schaden der Bruthöhlen.“ Seit 2018 hat es sich das Kunstprojekt zum Ziel gesetzt, Kultur und Natur zu verbinden und für Menschen und Tiere nachhaltig Sinn zu stiften.

Karlsruhe Multiple 2019: “Katzenbär”

Der „Katzenbär“ von Bildhauer Daniel Wagenblast macht auf die bedrohte Art des Roten Panda aufmerksam. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Roten Panda oder Katzenbär als „stark gefährdet“ ein. Den Weltbestand schätzt der World Wide Fund For Nature (WWF) auf weniger als 10.000 Tiere. Die Reduzierung seines Lebensraumes, eine geringe Zahl an Nachkommen und Wilderei gefährden den Fortbestand des kleinen Raubtiers. Zoologe Frederic Cuvier, der den Roten Panda 1825 als erster beschrieb, nannte ihn das „schönste Säugetier auf Erden“.

Neue Kunst für den Zoo, Spende für den Artenschutz, Schmankerl für die Tiere: Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack, Dr. Dieter Kistner, Geschäftsführer Majolika Manufaktur, Künstler Daniel Wagenblast und die Vorstände der Artenschutzstiftung Dr. Matthias Reinschmidt, Zoodirektor, und Dr. Clemens Becker, Kurator für Artenschutz (v.l.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Karlsruhe Multiple 2018: „Ich bin ein Elefant“

2018, mit dem Start des Kulturprojekts, war aus der Kooperation der Vollack Gruppe mit dem Zoo und der Majolika Manufaktur das Karlsruhe Multiple „Ich bin ein Elefant“ der Bildhauerin Anna Dorothea Klug entstanden. Es wurde in limitierter Auflage bei der art KARLSRUHE vorgestellt und war in kürzester Zeit vergriffen.  Aus dem Verkauf der Multiples konnten 10.000 Euro als Spende an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe fließen.